Mein kreativer Prozess & wie du deine eigene innere Muse finden kannst
In English: My creative process & how you can find your own inner creative muse
Ich werde oft gefragt, wie mein kreativer Prozess aussieht und wie ich es schaffe, kontinuierlich neue Inhalte zu kreieren. Deshalb möchte ich heute ein paar meiner wichtigsten Erkenntnisse mit dir teilen, wenn es darum geht, meine eigene innere kreative Muse zu rufen 🌹
Zuallererst: Es ist SO wichtig, dich nicht mit anderen Kreativen zu vergleichen. Leichter gesagt als getan, ich weiß – ABER:
Es gibt kaum einen schnelleren Weg, dich selbst als „nicht genug“ zu empfinden, als eine Persönlichkeit zu verehren, die nicht deine eigene ist!
In einer Welt, die Produktivität und ständiges Output feiert, tappen wir leicht in die Falle, uns mit anderen zu vergleichen. Wir schauen auf andere Kreative, die scheinbar unendlich viel Energie haben und konstant neue Inhalte produzieren. Und in dieser scheinbaren Mühelosigkeit beginnen wir, uns selbst infrage zu stellen – unsere Intuition, unsere Einzigartigkeit, unseren Ausdruck. Aber hier ist der entscheidende Punkt: Jeder Mensch ist einzigartig. Niemand erschafft oder arbeitet so wie du. Dein Prozess, deine Ideen, deine Perspektive – das alles gehört nur dir. Es ist so wichtig, dich daran zu erinnern: Kreativität ist kein Wettbewerb. Es ist ein Ausdruck deiner Individualität.
Wenn du deinen eigenen Wert nur über die Quantität oder Regelmäßigkeit deiner Inhalte misst, tust du dir selbst keinen Gefallen.
Du hast deinen eigenen Rhythmus, deinen eigenen Fluss. Deine Intuition ist es, die dich auf deinem kreativen Weg leitet und deinen einzigartigen Ausdruck formt. Wenn du Menschen bewunderst, die scheinbar „mehr“ produzieren oder konstanter sind, schwächst du damit möglicherweise unbewusst dein eigenes inneres Wissen. Du stellst ihre Art zu erschaffen über deine – und damit nimmst du deiner eigenen Stimme Raum.
Statt dich „weniger“ zu fühlen oder „anders sein zu müssen“, lade ich dich ein, deine Individualität und die besondere Energie, die du mitbringst, zu ehren. Es geht nicht um Quantität, sondern um Qualität. Um Authentizität. Um das, was duin diese Welt bringst.
Das heißt natürlich nicht, dass wir uns nicht inspirieren lassen dürfen. Ich bin ständig inspiriert – von den Menschen um mich herum, von meinem Mann mit seiner endlosen Energie, von meinen Freund:innen, die alle auf ihre Weise wunderschön einzigartig sind, von anderen Kreativen, die so viel Schönes erschaffen. Aber ich weiß, dass ich nicht wie sie sein muss, um wertvoll zu sein. Ich bin genau richtig, so wie ich bin. Und das bist du auch.
Für mich hat es viel verändert, zu verstehen, dass meine Gaben bereits in mir liegen. Dass ich bereits alles in mir trage, um authentisch zu kreieren.
Vertraue auf deine Fähigkeit. Auf dich selbst. Auf deine Kreationen. Und werde eins mit dem, was du erschaffst. Nur wenn deine Arbeit ein Teil deiner Identität ist, kannst du sie auch auf authentische Weise mit der Welt teilen – und Menschen anziehen, die dich als Mensch und deine Arbeit gleichzeitig lieben. Genau deshalb lehre ich auch immer das, was ich selbst am meisten brauche. Alles, was ich weitergebe, ist tief aus meinem eigenen Erleben geboren.
Was und wer du bist, ist immer genau richtig. Versuch dich nicht ständig nach links und rechts umzuschauen – was andere gerade kreieren, wie andere sich vermarkten. Wenn du nach innen schaust, wirst du deine Antworten finden. Auch wenn sie manchmal ganz anders sind als das, was gerade auf dem Markt als „erfolgreich“ gilt. Vielleicht sind das genau die Momente, in denen du etwas ganz Neues in Bewegung bringst.
Ich war genau da. Als ich meinen Weg begonnen habe, war sinnliches Yoga kaum sichtbar. Aber diese Lehren sind einfach durch mich hindurch geströmt. Es war das größte, klarste „JA“, das ich je in meinem Körper gehört habe. Ich wusste nicht, wie es aufgenommen werden würde – aber ich wusste, dass ich es lehren muss.
Folge dem Ruf, der am lautesten in dir klingt. Vertraue deiner Intuition, meine Liebe. Schau, welche kreative Energie am stärksten nach Ausdruck ruft – und lass deine zyklische Frau Teil deines kreativen Ausdrucks werden.
Wir sind zyklische Wesen. Kein Tag gleicht dem anderen – und genau das darf sich in unserer Arbeit widerspiegeln. Meine kreative Arbeit ist zu 100 % mit meinem Zyklus verbunden und ich habe gelernt, diesen tief zu ehren. (Sag mir gern Bescheid, wenn ich zu diesem Thema noch einen eigenen Blogpost schreiben soll.)
Und noch etwas sehr Wichtiges: Es ist vollkommen okay, dich neu zu erfinden – wieder und wieder.
Das bedeutet: Wenn du zum Beispiel seit Monaten oder sogar Jahren etwas kreierst und es sich plötzlich nicht mehr stimmig anfühlt – dann erlaube dir, alles zu verändern. Alles neu zu denken. Loszulassen, auch wenn es gerade „gut läuft“. Etwas Neues zu beginnen, auch wenn es noch keine Kund:innen dafür gibt. Ich habe mein Branding so VIELE Male verändert. Meine Teachings verändern sich alle paar Monate. Weil ich mich verändere. Und wenn ich mich verändere, dann müssen meine Kreationen sich auch verändern. Alles andere würde mich innerlich abkoppeln. Und ja – ich weiß, das kann Angst machen. Aber ich glaube zutiefst daran, dass du immer mit den richtigen Menschen in Resonanz gehen wirst, wenn du deiner wahren Stimme treu bleibst.
Und zu guter Letzt: Erlaube dir, langsamer zu gehen.
In einem Tempo, das dich wirklich nährt – dich und dein Leben. Wir leben in einer Zeit, in der alles schnell gehen muss. Wo uns gesagt wird, dass Erfolg sofort passieren muss – und es ist völlig normal, dass wir da manchmal mitgerissen werden. Aber wisse: Ein nachhaltiges Business braucht Zeit. Es braucht Hingabe. Leidenschaft. Und alles wird zu dir finden – in genau dem richtigen Moment.
Ich erlaube mir, intuitiv zu kreieren. Ich hatte nie eine feste Anzahl an Klassen, die ich monatlich veröffentlichen „muss“. Wir haben keinen fixen Drehplan. Ich weiß oft selbst nicht, was durch mich hindurchfließen will – oder wann. Aber ich habe gelernt, zu vertrauen.
Denn ich weiß: Wenn wir uns erlauben, mit Langsamkeit und Präsenz voranzugehen, ohne uns zu hetzen – dann verbinden wir uns auf tiefer Ebene mit unserer eigenen kreativen Muse. Nimm dir also die Zeit, dich mit deiner inneren Quelle zu verbinden. Vertraue deiner Intuition. Und lass deine Kreationen auf natürliche Weise entstehen. Deine Perspektive, deine Stimme – sie sind einzigartig. Und sie werden genau die Menschen erreichen, die dich und deine Arbeit wertschätzen.